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Schaufahren
LturmDreh

Schaufahren Freundschaftstreffen

Bei diesem Schaufahren können alle Modellbauer ihr Modell anmelden und zu Wasser lassen. Das Modell wir dann beim Fahren auf dem Wasser  vorgestellt. Wir begrüßen dann auch Modellbauer von befreundeten Vereinen und “freie” Modellbauer, damit gemeinsam gefahren und Erfahrungen ausgetauscht werden können. Für die Zuschauer gab es bei dieser Gelegenheit schon mal einige interessante Vorführungen zu sehen, wie z.B. einen Indianerüberfall auf eine Rangerhütte, die dann unter viel Qualm und Getöse abrannte oder Rettungsübungen der Seenotrettungskreuzer.
 
Nächstes Schaufahren ist bei der Schiffstaufe in der Rheinaue am: 01.05.2011

Doppelte Havarie für W 4 Küstenwachboot

DGB09-1ker 30.08.09 war für mich und mein W 4 Küstenwachboot „Fehmarn" ein schwarzer Tag. An diesem Tag war ein kleines Schaufahren am Teich im Bad Godesberger Stadtpark angesagt.
Bei schönen Wetter aber doch etwas Wind verliefen die Fahrten mit meinem W 4 „Fehmarn" Küstenwachboot zunächst durchaus zufriedenstellend. Ich wusste daß das Boot etwas kippelig war nachdem beim Schaufahren im Sommer am Schiffchenteich ein Jugendlicher das Boot bereits einmal zum kippen gebracht hatte.
Wie gesagt, es gab an diesem Tag einige Böen und das Boot kränkte dabei wie üblich, nicht nur in den Kurven. Trotz vorsichtiger Fahrweise war es plötzlich geschehen, das Oberdeck welches nur am Rumpf eingeklemmt ist machte sich selbstständig... zum Glück schwamm aber der Rumpf ohne Deck weiter. Die Unglückstelle wurde durch Achim und Michael Deinhardt optisch markiert. Was war zu tun? Mich mutig in die unbekannten Fluten des Teichs zu stürzen? Wie tief war der Teich? Zum Glück waren die DLRG auch vertreten und nach meiner Bitte waren die Leute bereit, ihr kleines Rettungsboot im Teich einzusetzen, ich ging mit an Bord und mit einem Bootshaken bewaffnet suchte ich vorsichtig den Grund ab. Nach einiger Zeit wurde ich fündig, und das Oberdeck war geborgen. Es gab dabei sogar Applaus von einigen interessierten Zuschauer. Die DLRG konnte also eine realistische Bergungsübung verzeichnen! Es fehlte aber noch der Kran der mittels Magnet am Oberdeck gehalten wird, GB09-2kalso galt es vorsichtig mit den Händen den Grund anzutasten, Wasserleichen oder Entenleichen waren zum Glück nicht dabei, auch keine aggressiven Knappschildkröten, und plötzlich hielt ich das kleine, aber doch so wichtige Teil in der Hand. Am Ufer angekommen wurde erst mal alles getrocknet und nach einiger Zeit weitere Fahrtversuch unternommen. Diese Fahrt verlief auch recht gut, und auch lange, dem Risiko bewusst, fuhr ich also mit erhöhter Aufmerksamkeit und mit verringerter Fahrt. Plötzlich geschah wieder das gleiche, das Boot kippte wieder und lag nun kieloben. Ich traute meinen Augen kaum ! Meine Stimmung und Laune waren auch nicht gerade auf dem Höhepunkt. Noch mal die Leute von DLRG zu rufen schien mir nicht angebracht, also stürzte ich mich wieder in die Fluten, ich wusste nun wie tief der Teich war und daß keine akute Lebensgefahr bestand. Und nach einigem Abtasten hatte ich das leidige Oberdeck wieder geborgen, wobei mir
Achim entsprechende Zeichen gab wo die Unglückstelle lag. Was Achim dabei wohl dachte? Ob er an meine Fahrkünste zweifelte? Ob er mir einmal ein Boot leihen würde? Es fehlte aber immer noch der Kran, ein kleines aber doch wichtiges Detail.
Am nächsten Tag ging ich mit einem Käscher bewaffnet wieder zum Unglücksort, einige Leute frugen mich ob ich schwarz angeln würde, die Suche nach dem Kran war aber leider erfolglos. Der rein materielle Verlust ärgert mich nicht so sehr, eher die Mühe den Kran mit den Details wieder neu zu bauen und ob das Teil einzeln, als Rohbauteil zu bekommen war.
Wie kam es dazu?
GB09-3kNun, das Boot ist leicht, und die Aufbauten relativ hoch, dazu ist der Rumpf nicht sehr breit, 17 cm für eine Länge von 62 cm. Sehr eigenstabil ist das Modell also absolut nicht, das war mir schon bewusst. Den Rumpf zu beschweren wäre zwar möglich, dann stimmt aber die Wasserlinie nicht mehr. Den Ruderausschlag zu begrenzen scheint mir die bessere Lösung, aber was passiert dann mit der Wendigkeit? Dazu sollte natürlich das Oberdeck noch entsprechend gesichert werden. Der Einsatz sollte vor dem Umbau nur bei max. 2 Windstärken erfolgen und auch nur mit halber Fahrt ! Diese Betriebsgrenzen sollten unbedingt eingehalten werden. Ob die beiden Vorbild Schiffe ebenfalls so empfindlich reagieren ? War das vielleicht der Grund warum davon nur 2 Exemplare gebaut wurden ?
Vielleicht gebe ich aber auch demnächst eine Verkaufsanzeige auf die so etwa lauten könnten „ Schönes vorbildähnliches Modellboot nur an erfahrenen Modellskipper zu verkaufen „ Kleine technische Änderungen empfehlenswert.